Projektpraktikum

Allgemeines

Im Projektpraktikum sollen die Studierenden an aktuelle Fragestellungen und Methoden der Atmosphärenforschung herangeführt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der selbstständigen Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation eines anspruchsvollen Experimentes. Weiterhin bietet das Projektpraktikum die Gelegenheit die Arbeit in unser Forschungsgruppe näher kennenzulernen.

Der Umfang des Projektpraktikums beträgt ca. 55 Stunden (betreute) Arbeitszeit in unser Forschungsgruppe. Während der Vorlesungszeit kann diese auf mehrere Wochen aufgeteilt werden, in der vorlesungsfreien Zeit sollten das Projekt im Block durchgeführt werden. Die genaue Organisation erfolgt in Absprache mit dem Betreuer. Vor Beginn des Projekts soll eine ausreichende Einarbeitung erfolgen.

Das Projekt wird in der Regel gemeinsam von zwei Studierenden durchgeführt. Für das Projekt wird ein gemeinsames Protokoll (Umfang 15 bis 20 Seiten) erstellt. Den Abschluss bildet ein Seminarvortrag von ca. 45 Minuten Dauer.

Temperaturmessung in der Hochatmosphäre

Der Übergangsbereich zwischen der Mesosphäre und der Thermosphäre wird als Mesopause bezeichnet. Dieser Bereich zeichnet sich durch ein Temperaturminimum aus und liegt je nach Jahreszeit und Breite zwischen 80 – 100 km und spielt eine wichtige Rolle bei dem Verständnis der Austauschprozesse zwischen den beiden Atmosphärenschichten. Von besonderer Bedeutung ist die Temperatur dieses Höhenbereiches. Seit mehr als 25 Jahren wird die Temperatur bei ca. 87 km mit dem Wuppertaler GRound-based Infrared P-Branch Spectrometer (GRIPS) überwacht. Einzelheiten dazu unter "Projekt GRIPS".

GRIPS

Temperaturmessung in 87 km Höhe seit über 25 Jahren

Zwei typische OH*-Spektren

Die schwarzen Pfeile weisen auf die drei Analyse-Linien.