Feldstudien


Während man in Laborstudien isolierte Reaktionssysteme unter klar definierten Bedingungen untersuchen kann, handelt es sich bei der realen Atmosphäre um ein extrem komplexes Gemisch, in dem homogene und heterogene Reaktionen - oft lichtinduziert - ablaufen. Solche komplexen Systeme lassen sich nur noch im Rahmen von Feldmessungen untersuchen. Man versucht dabei, Erkenntnisse aus Laborstudien und Modellierungen in der realen Atmosphäre zu verifizieren. Oft beobachtet man dort aber auch neue und unerwartete Phänomene, die dann wiederum zu neuen Labor- und Modellstudien führen.

Bei Feldmessungen in Ballungsgebieten sind besonders die Konzentrationen von gesundheitsschädlichen Spurenstoffen von Interesse. Solche Feldmessungen sind dann die Grundlage von Emissionsreduktionen z.B. aus dem Kraftfahrzeugverkehr (s. z.B. "EURO-Normen", "Feinstaubdiskussion"), welche dann mit Hilfe von Emissionsmessungen überprüft werden können.

In der Physikalischen Chemie in Wuppertal werden Feldmessungen seit ca. 20 Jahren durchgeführt.

Als Beispiele sind hier Messkampagnen aufgeführt, die in Ballungsgebieten, z.B. in Santiago de Chile, aber auch in Reinluftgebieten, z.B. auf dem Jungfraujoch oder in Barrow/Alaska, zur Beschreibung der Reinigungskraft der Atmosphäre durchgeführt wurden.

Messungen in Ballungsgebieten:

Santiago de Chile
Peking (China)

Messungen in Reinluftgebieten:

Jungfraujoch (Schweiz)
Barrow(Alaska)

Gradientenmessungen von Spurengasen in der Atmosphäre zur Verifizierung von Bildungsmechanismen:

Gradientenmessungen am Forschungszentrum Karlsruhe