ZEBIS bzw. CBIS - ein Isotopensammler auf dem Zeppelin NT bzw. der CASA 212 AR

Motivation und Überblick

Als Lebensraum von Mensch, Fauna und Flora kommt der atmosphärischen bzw. planetaren Grenzschicht (Planetary Boundary Layer, PBL) eine bedeutende Stellung zu. In dieser chemisch aktivsten und komplexesten Atmosphärenregion finden die meisten natürlichen und anthropogenen Emissionen statt. Durch Luftaustausch hat die PBL großen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung der freien Troposphäre und der darüberliegenden Stratosphäre.

Um die bedeutende Rolle von natürlichen und anthropogenen Emissionen auf Luftqualität, Klima und Ökosysteme zu verstehen, müssen Bildungs- und Transformationsprozesse in der PBL bekannt sein. Die Untersuchung von komplexen Wechselwirkungen von Gasen und Aerosolen erfordert eine Vielzahl von Instrumenten für die simultane Messungen freier Radikale, Spurengase, Aerosolgrößen und -zusammensetzung, solarer Einstrahlung und meteorologischer Parameter.

Unsere Arbeitsgruppe Atmosphärenphysik hat hierzu den Luftprobensammler ZEBIS (Zeppelin based isotope sampler) entwickelt, der erstmalig im Juli 2007 auf dem Zeppelin NT im Rahmen der COPS/TRACKS Kampagne zum Einsatz kam.

Das ZEBIS-Experiment wurde im Juni 2010 für den Einbau in ein kleineres Rack (F20-Rack) modifiziert, um es bei der Messkampagne VERDRILLT im August 2010 auf der CASA 212 AR (Basis in Madrid, Spanien) zu integrieren. Der Umbau erforderte hauptsächlich leichte Modifikationen der mechanischen Bauteile. Aufgrund des anderen Racks, der damit einhergehenden Modifikationen und der anderen Flugplatform ergab sich der Name CBIS (CASA based isotope sampler).

Zeppelin NT

Ideale Messplattform, um die Verteilung von Spurengasen und Radikalen in den untersten Schichten der Atmosphäre zu untersuchen. Foto: Hans-Peter Heuser

ZEBIS-Logo

Logo: Marc Krebsbach

CBIS-Logo

Logo: Marc Krebsbach