CRISTA-NF - ein heliumgekühltes Infrarot-Teleskop für die Atmosphäre

Die Idee zu CRISTA-NF

Nachdem CRISTA zweimal sehr erfolgreich aus der Erdumlaufbahn kleinräumiger Strukturen in atmosphärischen Spurengasverteilungen global vermessen hatte, entstand die Idee, die gleiche Messtechnik auch für ein neues Infrarot-Gerät zu verwenden, das für einen Einsatz auf dem russischen Höhenforschungsflugzeug M55-Geophysica geeignet ist.

Von der Geophysica aus soll das CRISTA-NF Teleskop durch vertikales Scannen des Primärspiegels die Höhenprofile von verschiedenen Spurenstoffen gleichzeitig gemessen, die in der UTLS von Bedeutung sind, unter anderem H2O, O3, N2O, F11, sowie Wolken und Aerosole. Mit einer Höhenauflösung von 200 m im Höhenbereich von ca. 6 bis 20 km ist CRISTA-NF ist ein hervorragendes Mehrzweckinstrument zur Erforschung der Dynamik, der Struktur und der Zusammensetzung der UTLS.

Da die Geophysica maximal 4,5 Stunden fliegen kann, es aber aus wissenschaftlichen Gründen wünschenswert ist, an zwei aufeinander folgenden Tagen Messungen in der Atmosphäre durchzuführen, sollte der Helium-Kryostat eine Standzeit von mindestens 60 Stunden haben. Eine weitere technische Randbedingung neben dem begrenzten Raum in der Geophysica ergab sich aus der Forderung nach Flexibilität beim Einbau in verschiedene Ladebuchten des Flugzeugs.

CRISTA-NF

Messgeometrie der Horizontsondierung

CRISTA-NF

vor dem Einbau in das russische Höhenforschungsflugzeug